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ACHTUNG vor "EUROLOTTOCHANCE"!
[01.03.2015]

© Verein VPT

Die unseriösen Lotto-Abzocker rund um "Euro-Renten-Chance" und "AustriaGWin" haben offenbar ein neues "Produkt" auf den Markt geworfen: "EUROLOTTOCHANCE" - was steckt dahinter?

Zuerst: wie kommen wir auf den Zusammenhang zu "Euro-Renten-Chance":

Sehen wir uns das Schreiben der "Eurolottochance" an (siehe Bild rechts oben), stellen wir sehr schnell fest, dass es sich hier um eine 1:1 Kopie der Anschreiben der "Euro-Renten-Chance" und der "AustriaGWin" handelt. Die Technik mit dem Abhören der "Soundfiles" ist dieselbe und sogar das "Produkt" ist dasselbe.

Nur die "Firma" im Hintergrund hat sich geändert: nun ist eine "OPM Research AG" mit Sitz in den USA dafür verantwortlich. Allerdings: diese OPM Research AG ist alles andere als eine AG im Sinne des österreichischen Gesetzes....
Eine "Billigfirma", die auf einer der berüchtigsten Adressen der Welt sitzt: in Delaware. Mehrere tausend Firmen haben dort ihren Sitz - und mehr auch schon wieder nicht.
Die angegebene Adresse in Deutschland ist eine Postfachadresse, die schon für andere Abzockereien verwendet wurde.

Kommen wir zum Inhalt:
"Angepriesen" wird die Teilnmahme an einer Lottospielgemeinschaft.
An dieser Stelle: da die österreichischen Lotterien mittlerweile ähnliches anbieten, muss man davon ausgehen, dass es "salonfähig" geworden ist.

Allerdings: es gibt sehr präzise Regulierungen, wie für so etwas geworben werden kann, damit auch ein gültiger Vertrag entsteht.
Und da siehts ganz schlecht aus für die Herrschaften hinter "Eurolottochance", "Euro-Renten-Chance" und "AustriaGWin":

Es kann hier schlicht keinen Vertrag geben - das Gesetz verbietet das. Punkt.

Abgesehen von dieser eindeutigen Rechtslage, die mit 13.06.2014 in Kraft getreten ist, gibt es noch eine Vielzahl weiterer Gründe, die hier einen rechtsgültigen Vertrag verhindern - allen voran, dass man mit einem Phantom, einem Gespenst ohne ladungsfähiger Anschrift (eine Postfachadresse ist KEINE ladungsfähige Anschrift!) keinen Vertrag eingehen kann.

Darüber hinaus müssen wir auch anzweifeln, dass die versprochene Leistung überhaupt erbracht wird, denn einer ausländischen Firma mit Sitz in den USA ist es rechtlich gar nicht möglich, zum Beispiel Lottoanteile in Österreich zu erwerben - von weitergeben mal ganz abgesehen, denn das ist auch illegal.

Deshalb haben wir auch bei der Staatsanwaltschaft Wien eine umfangreiche Sachverhaltsdarstellung wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges eingebracht.

Sollten Sie zu den Betroffen gehören, die hier den Telefonkeilern auf den Leim gegangen sind:
Alles, was Sie tun müssen ist, ihr Konto zu beobachten und allfällige Abbuchungen rückbuchen zu lassen. Die Banken sind hier aufgrund des Zahlungsdienstegesetzes verpflichtet und es dürfen Ihnen keine Kosten dafür verrechnet werden. Allfällige Ausreden wie zum Beispiel: "Das können wir nicht, weil es das Konto nicht gibt..." sind ohne Belang - die Bank MUSS hier rückbuchen.

Versuchen Sie bitte nicht, in Kontakt mit den Abzockern zu treten: das ist nicht nur völlig wertlos (das ist ungefähr so sinnvoll, als würde man versuchen, einem Hydranten die Relativitätstheorie erklären zu wollen...), sondern auch im höchsten Masse kontraproduktiv.
Üben Sie sich statt dessen in Ignoranz!

Kann Ihnen etwas geschehen: Nein, denn das Gesetz ist hier eindeutig.
Bei Fragen dazu schreiben Sie uns bitte eine Mail an: sos@verein-vpt.at


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